Holzofen

 

Warum schmeckt die Holzofenpizza besonders gut?

Haben Sie sich diese Frage nicht auch schon einmal gestellt!
Wir verraten Ihnen hier die Antwort!

holzofen2Lassen Sie uns zunächst einen kleinen Abschweif in die Historie der Pizza machen: Das Pizzabacken im Holzofen hat, im wahrsten Sinne des Wortes, eine steinalte Tradition. Die ersten Wurzeln sind sicherlich bei den Urahnen der Menschheit zu finden, die aus Getreide und Wasser einen runden Fladen formten, der dann auf glühenden Steinen gebacken wurden. Das Wort Pizza stammt übrigens vom italienischen "Picea" ab, womit im alten Rom der Fladen tituliert wurde. Im Mittelalter wurde daraus dann die Bezeichnung "Piza".

Die klassische Pizza, wie wir sie kennen, ist etwa 300 Jahre alt und stammt aus Neapel. Irgendein findiger Koch, der schließlich den etwas langweiligen Teigfladen mit leicht zerdrückten Tomaten und etwas Käse veredelte, konnte natürlich nicht wissen, dass seine Erfindung die Welt erobern würde. Er verwendete für die Zubereitung aber einen Ofen, der der Überlieferung nach aus Steinen des Vesuvs gebaut war und mit Holz beheizt wurde.

Die Holzofenpizza, die Ihnen in der Pizzeria "Ristorante Vino Rosso" serviert wird, knüpft an diese lange Tradition an. Sie wird noch heute aus den Grundelementen Wasser, Hefe, Mehl, Gewürze, Tomaten und Käse so zubereitet, wie unsere Ahnen es vorgelebt haben. Wir haben also gelernt, dass die klassische Holzofenpizza in einem Ofen aus Stein zubreitete wird. Man greift deshalb auf Stein zurück, weil dieser die starke Hitze viel besser speichern kann.

holzofen1Da die Pizza nicht auf einer Blechunterlage, sondern direkt auf dem Steinboden gebacken wird, bekommt die Pizza von allen Seiten viel Luft. Sie kann also selbst während der Zeit im Ofen noch "atmen". Weil die Pizza auf dem heißen Stein nicht ankleben kann, muss auch kein Öl benutzt werden, was nur unnötig den Kaloriengehalt in die Höhe treiben würde. Der Holzofen wird mit einer ganz speziellen Holzsorte beheizt. Da das verwendete Holz großen Einfluss auf den Geschmack der Pizza hat, muss auf die Auswahl besondere Sorgfalt gelegt werden. Nur dann kann der typische Geschmack der Holzofenpizza erzielt werden. Am besten hat sich weißes Buchenholz bewährt. Im Holzofen selbst herrschen Temperaturen zwischen 300 und 400 Grad. Weiter hinten ist es heißer, an der Ofentür ist es kühler. Damit die Pizza auch gleichmäßig durch ist, muss der Pizzabäcker regelmäßig die Lage der Pizza im Ofen verändern.

Dazu benutzt er ein besonderes "Werkzeug". Das erfordert natürlich viel Gefühl und das schmeckt man später beim Verzehren auch heraus. Wegen der recht hohen Temperaturen und des charakteristisch dünnen Teiges (maximal 5 mm) ist die Holzofenpizza sehr schnell fertig. Bis zum Fertigbacken dauert es deshalb höchstens 3-4 Minuten.